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Gabriel Sala
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.. warum ich Tango tanze: Tango ist in Argentinien, anders als bei uns, kein bloßer Gesellschaftstanz, sondern ein wichtiges Kapitel Kultur- und Sozialgeschichte. Die Etappen seiner Entwicklung in den letzten 50 Jahren habe ich selber mitgemacht, miterlebt, unbewusst am Anfang, später wurde mir klar, dass diese Musik, ob Tango, Milonga oder Kreolenwalzer, stark in meinen Wurzeln verankert war.
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Geboren bin ich in einem südlichen Stadtteil von Buenos Aires, wo der Tango beheimatet ist. Unsere Wohnung lag Parterre und hatte einen ziemlich großen Hof. Dort hat meine Familie gefeiert und getanzt, getanzt — getanzt alles mögliche und nicht zuletzt viel Tango. Meine Tante mütterlicherseits tanzte hauptsächlich Tango und sie tanzte gerne mit mir, auch wenn ich damals nur ca. 10 Jahre alt war. Sie und meine Mutter kannten viele Tangotexte auswendig und sie sangen a cappella.
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Meine professionelle Laufbahn begann ich im September 1963 und mein Debüt war mit einem Werk des umstrittenen Astor Piazzolla, des Erneuerers. Heute kann ich zurückblicken auf ein halbes Jahrhundert und merke trotz meiner professionellen Tänzerlaufbahn, dass der einfache Tangotänzer noch immer in mir lebt, ob ich tanzen gehe oder ob ich andere diese Tanzkultur vermitteln möchte.
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Die Vereinigung der Musik und der Dialog, die Dynamik und Farbe der Schritte, die Aussage dieses Tanzes ... das alles und noch mehr vereint sich in einer sinnvollen, ersehnten Umarmung.
Gabriel Sala
Ali & Katja
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